Arbeits- und Schutzbekleidung

wo liegt der Unterschied

Die zweite Klassifizierung, die Berufskleidung, umfasst Kleidungsnormen in bestimmten Berufsgruppen.

Beispielsweise darf ein Polizist nicht ohne Uniform Streife fahren und Ärzte sind verpflichtet, weiße Kleidungsstücke zu tragen. Solche Kleiderregeln sind nicht im Gesetzt verankert,werden allerdings häufig in Tarif- und Arbeitsverträgen bindend festgelegt und müssen vom Arbeitnehmer befolgt werden. Mit diesen Einigungen wird ein einheitliches Erscheinungsbild festgeschrieben, durch dessen Einhalten die Mitarbeiter ihr Unternehmen oder ihre Position nach außen repräsentieren. Bei der Weigerung, diesem Erscheinungsbild zu entsprechen – und hier handelt es sich nicht nur um Kleidung, sondern auch um Make-Up, Fingernägel oder Haarfrisuren –kann eine Abmahnung und Kündigung eintreten. Änderungswünsche der Mitarbeiter können durch einen Betriebsrat an die Chefetage getragen werden, denn dieser verfügt laut Mitbestimmungs- und Initiativrecht (§ 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG) über einen Einfluss auf solche betrieblichen oder branchentypischen Festlegungen. Medizinische Berufskleidung und Kleidungsstücke, die in der Gastronomie Anwendung finden, verdeutlichen die Wichtigkeit von einheitlich festgelegter und genormter Arbeitskleidung. In beiden Bereichen kommt es sehr stark auf die einwandfreie Hygiene an. Medizinische Kleidung muss immer keimfrei bleiben, um die Gefahr der Infektionskontamination oder Ansteckung zu verhindern. Diese Kleidungsstücke müssen täglich gewechselt werden und ohne schnelle Abnutzung gereinigt werden können. Ähnlich wie bei der beschriebenen Schutzkleidung, gibt es bei medizinischer Berufskleidung wichtige Zusatzteile wie Nasen- und Mundschutz, Schutzkittel,Kopfhauben, Füßlinge sowie Handschuhe, die die Sicherheit von den Arbeitnehmern und Patienten garantieren sollen. Gastronomiekleidung für Küche, Service und Logistik verfügt neben der Komponente der Unternehmensrepräsentation auch über wichtige Schutzmechanismen. Die Schürzen, Vorbinder und Kochbekleidungsstücke schützen vor unschönen Flecken, heißen Flüssigkeiten sowie scharfen Klingen und Kanten.